Bühnenhofkonzert – Auftakt zum Jubiläum “Farben der Blasmusik”

Was für ein Auftakt!

Abwechslungsreicher und vielfältiger hätte dieser Abend kaum sein können.

Nach einer kurzen Eröffnung und einer Begrüßung durch die Vorsitzenden der drei Vereine machte das in schwarz gekleidete Sinfonische Blasorchester den Anfang. Mit dem abwechslungsreichen Stück “Coloratura” von Satoshi Yagisawa bewies das Querflöten-Quartett eindrucksvoll, welcher Klangreichtum sich selbst mit vier gleichen Instrumenten erzeugen lässt. Anschließend übergab es die Bühne dem Holzbläser-Quintett des Vereins. Nach den (absichtlich…) schief klingenden “Three Shanties” von Malcolm Arnold, in denen bekannte Seemanslieder modern verarbeitet werden, ging es mit zeitgenössischer Musik für Quintett weiter. Für zwei Sätze aus dem “Song Book vol. 3” von Ivan Trevino wurden die fünf Musiker dazu noch durch einen Percussionisten ergänzt, zuerst am Cajon und danach am Marimba. Dadurch konnten komplett neue Klangfarben entstehen. Zum Schluss verabschiedete sich das Quintett mit dem melancholischen Stück “Debbie Waltzing on the Moon” von Marc Mellits.

Anschließend zeigte die Stadkapelle Germering die nächste Facette der Blasmusik auf:
In ihren bunten Hawaii-Hemden vertonten die fiktionale Reise eines Herrn Papi durch Südamerika. Dazu gaben sie verschiedenste bekannte lateinamerikanische Rhythmen und Melodien zum besten. So holte die Stadtkapelle dann doch noch die Sonne und die Wärme Brasiliens in den Amadeussaal, nachdem das Konzert leider witterungsbedingt nicht draußen stattfinden konnte.

Als letztes spielte die Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Unterpfaffenhofen mit traditionellen bayrischen Klängen auf.
Hier durfte das Publikum nochmals aktiv werden und die Kapelle mit Stampfen und Klatschen unterstützen. Zum “Blütenwalzer” wurde sogar im Saal noch das Tanzbein geschwungen. Inspiriert von den “Egerländern” zeigte auch die Feuerwehrkapelle mit einigen neuen Kompositionen auch die modernen und lebendigen Seiten der traditionellen Blasmusik.

Nach diesem Vorgeschmack freuen wir uns umso mehr auf unsere gemeinsame Jubiläumsfeier im Oktober!

Einen weiteren Bericht finden Sie auch unter:
Blasmusik von Samba bis Strawinski

A Space Symphony – ein Konzertrückblick

Am 15.05.2022 war es endlich soweit. Unser langersehntes Jahreskonzert “A Space Symphony” konnte nach zwei Jahren endlich aufgeführt werden. Um uns nicht auf dem Erfolg des vorigen Jahreskonzerts 2019 auszuruhen, war einiges an Vorbereitung und Arbeit nötig. Ein multimediales Konzert sollte es werden, mit dem Ziel, in der zweiten Hälfte das Gefühl zu erwecken, man sei im Kino.


Passend zum Thema fremder Welten wurden wir dabei von unserem Hornisten Christian Obermeier unterstützt, der als ehemaliger Astronom und passionierter Infrarotfotograf ein mehr als 100 Aufnahmen umfassendes Bildmaterial zur Verfügung stellte.
Nach dem fulminanten Eröffnungsstück Godspeed! erhöhten die Hörner ihren Einsatz und präsentierten das vierstimmige Solokonzert A Fanfare for New Horizons, mit welchem die Raumsonde New Horizons gewürdigt wurde.

Mit der Titelmusik zur Videospielreihe Halo, inklusive stimmiger Gesangseinlage, und einer gemeinsam mit unseren Blockflötenschülern gespielten Version der Jupiter-Hymne, schloss das Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Rick Peperkamp seinen ersten Konzertteil ab.

Bevor es endgültig auf die Reise zu einer weit, weit entfernten Galaxis ging, flogen wir gemeinsam mit dem Jugendorchester unter der Leitung von Florian Kruse in und über verträumte Wolkenlandschaften mit Into the Clouds und Cloud(iu)s… der “Wolkenmann”. Ein kurzer Ausflug in die primordiale Welt von Jurassic Park und ein Zwischenstop in der Welt von Moana rundeten die erste Konzerthälfte ab.

Nun war es endlich soweit: Vorhang auf für die Star Wars Sinfonie! Um das Kinogefühl noch zu verstärken, wurde abgedunkelt und mit Pultleuchten gespielt. Selbst die 20th Century Fox Fanfare, nur mit einem SBO-Logo, und der klassische Textlauf beim Main Title wurden dabei gezeigt. Selbst für ein wenig Kinowerbung war dabei noch Zeit.

Unsere Sinfonie erzählt den Kern des mittlerweile 9-teiligen Star Wars Zyklus (plus Ableger) anhand der grandiosen Melodien des Komponisten John Williams. Anakin’s Theme erzählt von einem versklavten, aber maßlos talentierten Jungen, der einer Prophezeiung zufolge die Macht ins Gleichgewicht bringen soll. Wie im Duel of the Fates vertont, ist der genaue Ausgang dieser Prophezeiung jedoch ungewiss.

Mit Across the Stars wird die Geschichte um eine weitere tragische Komponente erweitert: Ein Jedi soll nicht lieben, doch was tun, wenn man sich dazu nicht imstande fühlt?

Der Konflikt spitzt sich währenddessen in Revenge of the Sith zu und Anakin verfällt auf tragische Weise der dunklen Seite. Doch nicht alles ist verloren, etliche Rebellen begehren gegen das neu gegründete galaktische Imperium auf und stehlen, wie in Rogue One vertont, wichtige militärische Pläne. Mit Princess Leia steht außerdem eine mutige und kluge Anführerin bereit. Die Geschichte kommt zum vorläufigen Finale mit The Forest Battle, in welchem die Rebellion schlussendlich triumphiert.

Doch nicht alles wendet sich zum Guten. Die Geschichte geht, einige Jahrzehnte später, mit Jedi Steps auf einem Wüstenplaneten weiter, in welchem unter anderem das Waisenkind Rey in neue Probleme der Galaxis verwickelt wird. Mit einer Hommage an Yoda, dem Yedimeister mit der einzigartigen Grammatik, kam das Konzert dann zu seinem offiziellen Ende.

Während der Abspann zur Reprise des Main Theme lief, genossen die Musiker den tobenden Applaus in der ausverkauften Stadthalle Germering.

Die Dunkle Seite hatte jedoch bereits von unserem Dirigenten Rick Peperkamp Besitz ergriffen und konnte, trotz einer heroischen aber letztendlich gescheiterten Verteidigung durch einen Jedi in den Reihen des Orchesters, die Kontrolle übernehmen. Verstärkt wurde er dabei von Gesandten der German Garrison, 501st Division, welche in Form von Sturmtruppen, Piloten, Kopfgeldjägern und Sith Lords anrückten.

Der Imperial March und das legendäre Stück Cantina Band rundeten den Konzertbesuch anschließend ab. Erneut wurde uns vom Publikum die Frage gestellt: “Wie wollt ihr das noch toppen?”

Konzertprogramm

Hauptorchester
Godspeed!Stephen Melillo
A Fanfare for New Horizons
für 4 Hörner und Blasorchester
Europapremiere
Jason McChristian
Halo ThemeMartin O’Donnell
Michael Salvatori
arr. Robert Sheldon
Jupiter Hymn
mit unseren Blockflötenschülern
Gustav Holst (1874 – 1934)
arr. Stefan Gast
Jugendorchester
Into the CloudsRichard L. Saucedo
Cloud(iu)s… der »Wolkenmann«Thiemo Kraas
Themes from Jurassic ParkJohn Williams
arr. Michael Sweeney
Selections from MoanaLin-Manuel Miranda
arr. Jay Bocook
Star Wars Symphony
20th Century Fox Fanfare

Star Wars: Main Title

Episode I
    Anakin’s Theme
    Duel of the Fates

Episode II
    Across the Stars

Episode III
    Revenge of the Sith
    A New Hope
    Battle of the Heroes

Rogue One
A Star Wars Story

Episode IV
    Princess Leia’s Theme

Episode VI
    Battle in the Forest

Episode VII
    Jedi Steps and Finale

Episode V
    Yoda’s Theme

Star Wars: Main Theme
John Williams
Michael Giacchino
Alfred Newman

arr. Stephen Bulla
Takashi Hoshide
Robert W. Smith
Paul Murtha
Jay Bocook
Donald Hunsberger


Gesamtarrangement
Rick Peperkamp

SBO soittaa Suomessa – Konzertreise in Helsinki

Musik verbindet! Das hat das Gemeinschaftskonzert des Sinfonischen Blasorchesters Germering e. V. und dem finnischen Puhallinorkesteri Louhi am 26.05.2018 in Helsinki eindrucksvoll bewiesen.

Nachdem Louhi im Oktober 2016 gemeinsam mit uns unter dem Motto „Finlandia“ auf der Bühne der Germeringer Stadthalle stand, machten wir uns dieses Frühjahr auf zum Gegenbesuch in die finnische Hauptstadt Helsinki. Dort erwarteten uns neben gemeinsamer musikalischer Arbeit wunderschöne Landschaften voll Wälder und Seen, unzählige Inseln und Stadtparks sowie beeindruckende Architektur und vieles mehr. So ließen wir es uns auch nicht nehmen, Ausflüge in den nahegelegenen Nationalpark Nuuksio oder das Fischerörtchen Porvoo zu machen. Helsinki zeigte sich von seiner schönsten Seite. Wir konnten die bis zu 16 Sonnenstunden täglich bei blauem Himmel genießen und der eine oder andere bekam dabei seinen ersten finnischen Sonnenbrand. Auch der obligatorische Gang in die finnische Sauna stand auf dem Programm. Neben dem World Village Festival und dem Restaurant Day, an dem in allen Stadtparks Essen verkauft wird, erlebten wir auch den Suursitsit am Senatsplatz mit. Hier treffen sich die Studenten der Stadt, um gemeinsam zu essen, zu trinken und lauthals zu singen. Einige von uns durften das Event gemeinsam mit dem Orchester der Savo Student Nation der Universität von Helsinki (SOSSu) musikalisch untermalen. Unser erster gemeinsamer Auftritt als SBO in Finnland fand in der deutschen Rudolf-Steiner Schule statt, wo wir unser Konzertprogramm für die Schüler der 6. bis 9. Klasse zum Besten geben durften.

Seinen Höhepunkt fand unsere Reise im Gemeinschaftskonzert mit Louhi in der Temppeliaukio-Kirche im Herzen Helsinkis. Diese moderne Felsenkirche beeindruckt durch moderne Architektur sowie klare Akkustik. Unter dem Motto „Ein Auftakt zum Sommer – Kohotahti kesään“ spielten wir uns am 26.05.18 durch die europäische Musikgeschichte.

Das Konzert wurde vom SBO Germering unter der Leitung von Rick Peperkamp eröffnet. Der Niederländer übernahm die Orchesterleitung vor etwa sechs Monaten. Nach einem tänzerischen Auftakt mit der barocken Passacaille von Johann C. F. Fischer ging es weiter mit dem Werk Coriolanus von Ludwig van Beethoven. Es folgten als weitere Meilensteine deutscher Musikgeschichte der Trauermarsch von Felix Mendelssohn-Bartholdy sowie ein Ausschnitt aus Richard Wagners Oper Lohengrin – Elsas Zug zum Münster. Der erste Teil wurde abgerundet durch das Stück Sven Dufva von Harals Hedman, das das Leben und den letzten Kampf eines finnischen Soldaten beschreibt, der tapfer sein Vaterland verteidigt.

Im zweiten Teil begann Louhi unter der Leitung von Okko Kivikataja mit dem Impromptu Nr. 5 und 6 von Jean Sibelius, bevor sie zwei Solisten präsentierten. Einerseits den Klarinettisten Juuso Björkroth, der im Stück Immer kleiner von Adolf Schreiner sein Instrument Stück für Stück auseinanderbaute, um zum Schluss nur noch auf seinem Munstück zu spielen. Andererseits Rick Peperkamp, der auf der Posaune Salve Maria von Saverio Mercadante zum Besten gab. Nach dem aufregenden Stück Celebration for Band von John Brakstad lud Louhi das SBO Germering nochmal auf die Bühne ein, um gemeinsam die mystische Tondichtung From the Forest of Saariselka von Hiroki Takahashi darzubieten, die die Zuhörer in nordfinnische Wälder führte. Seinen fulminanten Abschluss fand das Konzert mit Sambarhythmen in Timo Hytösens With Guts and Heart, was die Zuhörer mit anhaltendem Applaus belohnten.

Das beeindruckende Konzerterlebnis ließen alle Musiker bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Nach einem letzten späten Sonnenuntergang im Land der Seen und Wälder reiste das SBO zurück nach Germering. Wir bedanken uns beim Puhallinorkesteri Louhi für die Herzlichkeit und musikalische Bereicherung und freuen uns schon auf unser nächstes Treffen, vielleicht ja in den Niederlanden!

Gelungene Reise zu magischen Orten mit dem Jugendorchester

Am 24.11. fand das Jugendkonzert des Sinfonischen Blasorchesters in Kooperation mit der Musikschule Germering statt. Den Anfang machten die Blockflötenkinder, welche mit Ihren Lehrerinnen fleißig für das Konzert geprobt hatten. Das Ergebnis, eine musikalische Weltreise, begeisterte das Publikum in der voll besetzten Jesus-Christus-Kirche.  Eröffnet wurde das Konzert feierlich mit dem Triumphmarsch aus dem „Te Deum“, auch bekannt als Eurovisionsmelodie. Danach ging es mit Hirtamadl, Tiritomba, Sur le pont d‘Avignon musikalisch einmal quer durch Europa, bevor u.a. mit Oh When The Saints, Kookaburra und Kumbaya My Lord auch noch andere Kontinente bereist wurden.

Bevor an das Jugendorchester unter der Leitung von Florian Kruse übergeben wurde, spielten die Blockflöten noch mit dem Jugendorchester zusammen den fetzigen „Recorder Rock“.

Unterstützt durch die Moderation von Florian Kruse übernahm das Jugendorchester und führte das Publikum musikalisch an weitere magische Orte.

Mit der „Cayuga Lake Ouvertüre“ entführte das Orchester die Zuhörer zum ersten Schauplatz an einen der Finger Lakes in den USA. Die Seengruppe erhielt diesen Namen, da die Seen wie nebeneinanderliegende Finger aussehen. Mit Stücken wie Highland Legends, Alpine Meadows und Sahara beschrieben die Musiker des Jugendorchesters musikalisch eindrucksvoll markante Landstriche in Europa und Afrika. Zum Ende des Konzerts folgte noch der „Circle Dance“ aus dem Stück „Arrows Of Lightning“.  Das Stück beschreibt einen indianischen Tanz, der nach einer erfolgreichen Jagd von den Kriegern getanzt wird und vom Jugendorchester instrumental dargestellt wurde.

Damit war das wunderschöne Konzert auch schon wieder vorbei. Vielen Dank an das zahlreich erschienene Publikum, welches so großzügigen Applaus gespendet hat.

Zur Vorbereitung auf dieses gelungene Jugendkonzert fuhr das Jugendorchester für ein Wochenende nach Burghausen zu einem Freizeit- und Probenwochenende. Abgesehen von vielen intensiven Proben standen eine spannende Burgführung, von Europas längster Burg, eine Nachtwanderung und mehrere Spieleabende auf dem Programm.

Nun läuft bereits die Probenphase für das nächste Jugendkonzert am 27.Juni. Außerdem wird das Jugendorchester 2020 u.a. beim Jahreskonzert des SBO unter dem Motto „A Space Symphony“ und dem Jahreskonzert der Musikschule Germering teilnehmen.

Neue Musiker sind immer herzlich willkommen. Das Jugendorchester probt immer donnerstags von 17:45 bis 19:05 in der Turnhalle der Kleinfeldschule.

(Text: Franziska Schweikhardt)

Jahreskonzert 2020 trotz Corona

Obwohl bis kurz vor Beginn vieles ungewiss war, durften wir unser Jahreskonzert 2020 am 18.10.2020 schließlich sogar zweimal präsentieren, wobei die beiden Orchester unseres Vereines durch Abstände, Masken und Hygienekonzepten vor neue Herausforderungen gestellt wurden.

Zu Beginn bewiesen die 25  Musiker des Jugendorchestern mit ihrem souveränen Auftritt, dass sie diesen Bedingungen durchaus gewachsen sind und konnten musikalisch von sich überzeugen. Im Anschluss bot das Hauptorchester ein abwechslungsreiches Programm mit Musik von Beethoven über Sparke bis zu Morricone. Als besonderes Highlight brillierten drei Musiker des Orchesters auch solistisch an ihren Instrumenten.

Der allgemeine Hunger nach Kultur wurde an diesem Abend nicht nur an den strahlenden Gesichtern aller Mitwirkenden, sondern auch durch die gefüllten Reihen des Saales deutlich: Trotz sämtlicher Einschränkungen blieben in beiden Konzerten nur wenige Plätze frei.
In seiner Ansprache fasste Dirigent Rick Peperkamp die Stimmung des Abends treffend zusammen: Die Konzerte waren ein Geschenk in zweierlei Hinsicht – sowohl an die Zuhörer als auch an die Musiker.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie unter:

Konzert in Germeringer Stadthalle Auch halbes Orchester kann begeistern

Konzertprogramm

Jugendorchester
SaharaThierry Deleruyelle
Friend like meAlan Menken (*1949)
arr. Eric Oesterling
aus Disney’s Aladdin 
36.5°Thiemo Kraas (*1984)
Hauptorchester
Sinfonie Nr. 5 (I. Allegro con brio)Ludwig van Beethoven (1770-1827)
arr. Dan Godfrey
Coriolanus OvertüreLudwig van Beethoven (1770-1827)
arr. Martin Tousignant
Menuett G-DurLudwig van Beethoven (1770-1827)
arr. Mayhew Lake
SerenadeAlfred Reed (1921-2005)
Solo: Carina Leithe
Sven Duvfa OvertüreHarald Hedman (1874-1902) Theodor M. Tobani (1855-1933) 
Papillon Plaisier d’amourRick Peperkamp (*1989)
Uraufführung
Il TrielloEnnio Morricone (1928-2020)
arr. Johan de Meij
Solo: Thomas Keller
Moment for MorriconeEnnio Morricone (1928-2020)
arr. Johan de Meij
Gabriel’s OboeEnnio Morricone (1928-2020)
arr. Andrew Pearce
Solo: Marius Lambacher

Jubiläumskonzert 20 Jahre SBO

Das Symphonische Blasorchester Germering lädt aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens zu einem Jubiläumskonzert ein – und das nach eineinhalb Jahren coronabedingter Probenpause!

Wir konnten uns das nicht entgehen lassen, besonders da wir die Entwicklung des Orchesters von einem Jugendblasorchester, auf das man durchaus stolz sein konnte, zum Symphonischen Blasorchester mit Freude begleitet haben. Dieses Ensemble konnte sich bald, nun unter der Leitung ihres jungen Dirigenten Rick Peperkamp, erfolgreich mit konkurrierenden Orchestern aus ganz Deutschland messen. Wir erinnern uns gerne an Highlights des Orchesters, wie an das Konzert zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein.

Mit Blick auf die coronabedingt lange Zeit ohne Übung und Proben haben wir uns – ehrlich gesagt- auf eine verständliche Schwächung des Niveaus eingestellt. Doch wir wurden zu unserer Freude eines Besseren belehrt. Das reich besetzte Orchester bot, wie gewohnt, einen wohltuenden, ausgeglichenen Klangteppich, auf dem sich tüchtige Solisten der Holz- und Blechbläser sicher fühlen konnten. Die Tutti-Steigerungen zu klanglichen Höhepunkten gerieten in allen Programmpunkten glanzvoll, aber nie lärmend. Nicht zu vergessen ist auch die Schlagwerk-Gruppe, die temperamentvoll für rhythmische Stabilität sorgte. 

Dass ein solches Niveau mit wenigen Proben wieder erreicht werden konnte, liegt wohl daran, dass die Musiker das Programm selbst aus ihren Lieblingsstücken zusammengesetzt hatten.

Vor langer Zeit intensiv geprobte Stücke konnten so in erstaunlicher Qualität schnell wieder abgerufen werden. Entscheidend war jedoch die spürbare Begeisterung aller Musiker und die Freude, endlich wieder gemeinsam musizieren zu können.

Diese Freude erreichte auch uns als Publikum und wir erwarten gespannt weitere, eindrucksvolle Konzerte.

Text: Waldtraut und Wolfgang Plecher

Ausführliche Berichte finden sie auch unter:
Eine Liebeserklärung an die Musik
20 Jahre Sinfonisches Blasorchester Germering

Konzertprogramm

Jugendorchester
Cayuga OvertureMichael Sweeny
Arrows of Lightning
I. Satz
Marco Pütz
KlezmaniaJacob de Haan
Silver Creek ValleyKees Vlak
Hauptorchester
Arsenal Jan Van der Roost
Shaker Heights Fantasy Philip Sparke
Symphony nr. 1 “Lord of the Rings”
V “Hobbits”
Johan de Meij
West Side Story SelectionLeonard Bernstein (Arr. W. J. Duthoit)
Robin Hood Prince of ThievesMichael Kamen (Arr. Paul Lavender)

Debütkonzert Symphonic Brass Germering

Am Sonntag, den 26.05.19 gab das neu gegründete Ensemble “Symphonic Brass Germering“ des Sinfonischen Blasorchester Germering unter der Leitung von Dirigent Rick Peperkamp erfolgreich sein Debutkonzert in der Jesus-Christus-Kirche Germering. Eröffnet wurde das Konzert klanggewaltig mit der mixolydischen Intrade von Jürgen Pfiester. Danach wurde das Publikum vom Tubisten und 2. Vorsitzenden Liborius Levermann begrüßt. Er erzählte von der Entstehung des Symphonic Brass; „Eines Tages kam Rick nach der Probe auf uns zu und meinte: Ihr seid so ein stabiler Blechsatz, wir müssen was Eigenes machen“. Die angesprochenen Musiker des SBO waren von der Idee begeistert und so wurde das Symphonic Brass Germering zum Leben erweckt.

Neben allseits bekannten Melodien wie der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel, ergab sich dem Publikum ein komplett neues und außergewöhnliches Klangerlebnis, als sich die Musiker während eines Chorals im Kirchenraum verteilten. Zusammen mit einigen unbekannten Perlen führte das Programm die Zuhörer von der Renaissance bis zur Moderne.

Das Programm bot einigen Musikern die Möglichkeit sich und ihr Instrument solistisch in Szene zu setzen. So entstanden beispielsweise während Schumanns Träumerei sehr leise und zarte Momente. Im Kontrast dazu standen die lauten und kräftigen Einsätze. So wurden den Zuhörern eindrucksvoll die Vielseitigkeit und sämtliche Vorzüge eines solchen Brassensembles zur Schau gestellt.  Im Programm durfte auch der bekannte Choral von Johann Sebastan Bach “Jesus bleibet meine Freude“ mit seiner virtuosen Umspielung nicht fehlen.

Zur Zugabe wurde das Publikum dann mit swingenden Melodien zum Mitklatschen animiert. Nachdem die Zuhörer sich damit noch nicht zufriedengaben, wurden sie mit dem Choral “Bleib bei mir Herr“ belohnt.

Jugendkonzert 2019

 

Am 06.04.19 präsentierte die Jugend des Sinfonischen Blasorchesters Germering e. V. in der Jesus-Christus-Kirche dem begeisterten Publikum ihr Können.

Eröffnet wurde das Jugendkonzert von den Jüngsten des Vereins: mit drei im Kanon gespielten Stücken begrüßte unsere Blockflötenklasse die Zuhörer. Drei der etwas älteren Schülerinnen bewiesen unter Carolin Schweikhardts Leitung, dass sie auch in kleiner Besetzung vortrefflich musizieren können und zeigten dies in einem gelungenen Blockflöten-Quartett.

Danach gehörte die Bühne der Posaunistin Amelie Schweikhardt. Sie demonstrierte beeindruckend, was sie alles in einem dreiviertel Jahr auf ihrer Posaune gelernt hatte und begeisterte die Zuhörer mit „When the Saints go marching in“. Im Anschluss daran gab sie mit dem Euphonisten Jakob Gierens noch zwei Duette zum Besten.

Besonders stolz konnte Florian Kruse einer seiner Musikerinnen, Karmen Buntak, das bronzene Musikerleistungsabzeichen überreichen. Sie legte die D1-Prüfung des Bayrischen Blasmusikverbandes im vergangenen Jahr mit gutem Erfolg ab.

Das Highlight des Konzertes war der Auftritt des Jugendorchesters unter der Leitung von Florian Kruse. Er führte seine Musiker sicher durch die Stücke „Klezmania“ und „Tomahawk Dance“. Auch die bekannten Melodien der Filmmusik von „Fluch der Karibik“ und „Wallace & Gromit“ durften nicht fehlen. Danach entführten die „Ying Yang Serenade“ und die ruhigen Klänge von „Irish Dream“ die Zuhörer an entfernte Orte.

„In das JO kann man kommen, wenn das Üben Zuhause allein keinen Spaß mehr macht”, so Florian Kruse. Mitspielen kann jeder, der das Notenlesen beherrscht und Freude am gemeinsamen Musizieren hat. Geprobt wird jeden Donnerstag um 17:45-19:00 Uhr in der Turnhalle der Kleinfeldschule. Auch außerhalb der Proben gibt es einiges zu bieten – Probenwochenenden, Jugendausflüge, Konzerte und vieles mehr.

Solisten begeistern das Publikum

Nach schwungvoller Eröffnung gehörte die Bühne Marius Lambacher, Oboist im SBO seit 2005 und erster Solist des Abends, der gemeinsam mit dem SBO in “El Bosque Magico” von Ferrer Ferran virtuos das Leben in einem Zauberwald voll von Feen, Elfen und Gnomen zeichnete. Danach entführte Vizzutti das Publikum mit seinem eigenen Werk “Rising Sun” ins Land der aufgehenden Sonne.

Auch eine Uraufführung einer Komposition von Rick Peperkamp, dem Dirigenten des SBO, stand wieder auf dem Programm – Cleopatra, das seinem Namen alle Ehre machte.

Am 31.03.19 spielte das SBO gemeinsam mit dem internationalen Star-Trompeter Allen Vizzutti ein Konzert, das alle begeisterte – das Publikum, die Musiker selbst sowie den Solisten.

Weitere Solostücke mit Trompete (“American Jazz Suite” von Allen Vizzutti, “Ode for Trumpet” von Alfred Reed) sowie das packende Orchesterwerk “Spartacus” von Jan van der Roost folgten.

Am Ende blieben begeisterte Zuhörer, die das Orchester mit Standing Ovations belohnten, sowie die Frage: “Wie wollt ihr das noch toppen?”

Einen ausführlichen Bericht finden Sie unter

www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/germering-ort28724/star-trompeter-begeistert-auch-musiker

Konzertprogramm

Concert PreludePhilip Sparke (*1951)
El Bosque Magico
1. Los Elfos
2. Las Hadas
3. Los Gnomos
Ferrer Ferran (*1966)
Oboe: Marius Lambacher
Rising Sun
1. Fuji-san
2. The Temples of Kyoto
3. Shinkansen
Allen Vizzutti (*1952)
Trompete: Allen Vizzutti
CleopatraRick Peperkamp (*1989)
Uraufführung
Ode for TrumpetAlfred Reed (1921 – 2005)
Trompete: Allen Vizzutti
SpartacusJan van der Roost (*1956)
American Jazz SuiteAllen Vizzutti (*1952)
Trompete: Allen Vizzutti

“Best Of Bernstein“

Als Hommage an Leonard Bernstein (1918-1990) hat der musikalische Leiter des Sinfonischen Blasorchesters Germering (SBO), Rick Peperkamp, ein besonderes Programm zusammengestellt.

Mit „West Side Story“ gelang dem Pianisten, Dirigenten und Komponisten Leonard Bernstein 1957 der internationale Durchbruch. Eine Auswahl aus diesem Musical entführt den Zuhörer in eine elegische, romantische Welt. Nicht nur der Meister selbst zauberte mit seiner Komposition eine organisch intuitive Klangfülle – die Musiker schaffen es auf eindringliche Weise, diese in der Germeringer Stadthalle erlebbar zu machen.

Schwangen schon beim Jahreskonzert im April die Eisenbahnschwellen, so entlockten die Percussionisten des SBO beim Themen-Konzert „Best Of Bernstein“ den brandneuen, von Sponsoren gestifteten Röhrenglocken intensives Geläut.

Zu Beginn hatte das Instrument in der Stadthalle Germering die Gelegenheit, bei Jeff Manookians „Celebration Fanfare“ ihren Beitrag zum kathedralischen Klang zur Geltung zu bringen. Charmant vorgewarnt von der Flötistin Kerstin Gottschling konnte der Zuhörer einer tongewaltigen, modernen aber auch „schrägen“Fanfare lauschen, im Stehen virtuos zelebriert von Blech und Percussion.

Gefolgt von Philip Sparkes bearbeiteter Version „A Malvern Suite“ entführten die Musiker in die Kathedrale des Worchester Castle, andächtig und romantisch schwelgend an den ruhigen Fluss Wye und mitten ins schnelle Markttreiben von Gloucester.

Passend zu Bernsteins Todestag im Oktober fiel es leicht, sich in die Klangwelten des „October“ von Eric Whitacre zu versetzen. Rick Peperkamp führte den Zuhörer in die emotional dramatische Vorstellung eines riesigen Waldes, den ein frischer Wind bis zum tragischen Höhepunkt durchstreift und dann leise Platz macht für Ruhe und Sentimentalität.

Ein Experiment der besonderen Art wagt und gewinnt das hochmotivierte Orchester: am Anfang der Proben noch ein Kampf zwischen Dirigent und Orchester entwickelt sich die rhythmisch sehr herausfordernde, gewaltige Filmmusik zu  „On The Waterfront“ – „Die Faust im Nacken“ (1954), arrangiert von Hans Breuls –  zu einem spannenden Hörerlebnis. Bernstein verarbeitet darin das Bild von durch die Mafia unterdrückten Hafenarbeitern sowie die Auseinandersetzung eigener erlebter Drohungen, die sich in der Musik widerspiegeln. Entsprechend düster und melancholisch beginnt das Solohorn mit der eindringlichen Themenmelodie, immer wieder aufgenommen von weiteren Solostimmen. Diese schwere Kost, atemberaubend bis zum letzten Ton, belohnt das Publikum mit tosendem Applaus und Bravorufen.

Erleichtert dank der gelungenen Darbietung erfreute das Orchester nun mit einem zwar rhythmisch schwierigen, aber für den Zuhörer tänzerisch luftigen Ragtime: „The Wrong Note Rag“ aus „Wonderful Town“.

Die Konzertbesucher erklatschten sich mit ihrer Begeisterung zwei Zugaben aus der „West-Side-Story“.

Text: Sibylle Pusch, Bilder: Achim Pusch

Konzertprogramm

Celebration FanfareJeff Manookian (*1953)
A Malvern Suite
Worchester Castle
The Wye at Hereford
Gloucester Market
Philip Sparke (*1951)
arr. John Holland
OctoberEric Whitacre (1970)
West Side Stroy SelectionLeonard Bernstein (1918 – 1990)
arr. William James Duthoit
On The Waterfront
(Die Faust im Nacken)
Leonard Bernstein (1918 – 1990)
arr. Hans Breuls
The Wrong Note RagLeonard Bernstein (1918 – 1990)
arr. Ted Rickets

Jahreskonzert – Film und Fantasy

Mit langanhaltendem Applaus empfing das klatschfreudige Germeringer Publikum das etwa 60-köpfige Hauptorchester des Sinfonischen Blasorchesters Germering e. V. zu seinem Jahreskonzert unter dem Motto “Film und Fantasy”.

Der ideale Einstieg für ein hochmotiviertes Laienorchester unter seinem neuen Dirigenten Rick Peperkamp, der zu fordern und zu fördern
weiß. Er animierte sein Orchester zu musikalischen Höhenflügen und nahm das Publikum mit auf eine Reise der Phantasie – zunächst durch “Atlantis”. Dieses Werk in vier Sätzen von V. F. Safranek führte von der Nachtstimmung über eine Gavotte bis hin zu einem Liebesgesang und
gipfelte in der Dramatik des Untergangs – klanggewaltig umgesetzt durch das Orchester unter der präzisen Führung seines Dirigenten, der dabei vollen Körpereinsatz zeigte.

Grandios war die Welturaufführung von Peperkamps selbst komponiertem Stück “Megalodon” (griech. für Riesen-Zahn). Der gebürtige Niederländer und Wahlmünchner hat Blasmusik im Blut – wie er auch in seiner launigen Begrüßung erläuterte. Inspiration für dieses Musikstück bot ihm der
Anblick eines Riesenkiefers eines urzeitlichen Monsterhais. Demgemäß überschlugen sich diebmusikalischen Drohgebärden in dem aufgepeitschten Orchester-Meer. Tosender Applaus und Bravo-Rufe folgten diesem Ur-Ereignis.

Mit “Quintessenza” von Johan de Meij (*1953) wurde das Publikum nach der Eröffnungsfanfare wieder in etwas ruhigere Gewässer gelenkt mit lyrischen Motiven im Mittelteil und spielerisch leichten Variation des Anfangsthemas im Finale. Frenetischer Beifall!

Nach der Pause trat mit dem Jugendorchester der hoffnungsvolle Nachwuchs unter der Leitung von Florian Kruse auf die Bühne und versetzte das Publikum mit “Yin Yang Serenade” in abendliche Stimmung, die dann zwar kurz gefror mit “FROZEN” – einem Musikstück von Kristen Anderson-Lopez nach einem Märchen von Christian Anderson “Die Schneekönigin”. Diesen Eispanzer knackten dann die Blockflöten-Zwerge aus dem SBO und der Kleinfeldschule. Sie erhielten einen Riesen-Applaus für ihren gemeinsam mit dem Jugendorchester vorgetragenen “Irish Dream”.

Zum Abschluss trat noch einmal das Hauptorchester des SBO auf und entführte in die Zauberwelt der Hobbits, Orks und Elfen mit der Filmmusik der Trilogie “Der Herr der Ringe”. Die Flötistin Kerstin Gottschling gab dem Publikum den notwendigen Einblick in die Handlung und die Leitmotive dieser sinfonischen Fassung, darin ein Solopart des Englischhorns, ergreifend gespielt von Julika Auer.
Lautgewaltig und ausdrucksstark lieferten die Bläser unter hoher Konzentration eine großartige Leistung – unterstützt von Harfe und Kontrabass sowie einer ganzen Reihe von Schlagwerkern, bereichert um ein Stück Eisenbahnschiene, das entsprechend mit einem Vorschlaghammer bearbeitet wurde. Der verdiente donnernde Beifall wurde belohnt mit einer Zugabe, die kaum steigerungsfähig scheint: das Finale von „Lone Ranger“ – ein musikalisches Zitat auf den Husarenritt als temperamentvoller Rausschmeißer mit Pauken und Trompeten – weiter so!!!

(Text: K. Zwirlein)

Konzertprogramm

Jugendorchester
Yin Yang SerenadeJacob de Haan (*1959)
Music from FrozenKristen Anderson-Lopez (*1972) Robert Lopez (*1975)
arr. Johnnie Vinson
Irish DreamKurt Gäbele (*1953)
Gemeinsam mit den Blockflötenschüler:innen
Hauptorchester
Atlantis
1. Nocturne and Morning Hymn of Praise
2. A Court Function
3. I Love Thee (The Prince and Aana)
4. The Destruction of Atlantis
Vincent Frank Safranek (1867 – 1955)
Megalodon – The Super SharkRick Peperkamp (*1989)
Uraufführung
La Quintessenza
1. Introduzione
2. Capriccio
3. Arioso
4. Alla Marcia
5. Finale
Johan de Meij (*1953)
Herr der Ringe – Trilogie
1. Die Gefährten
2. Die zwei Türme
3. Die Rückkehr des Königs
Howard Shore (*1946)
arr. Victor Lopez, Jerry Brubaker, Rick Peperkamp